Press Reports

 

The following press reports about the Pancreas Center have appeared:

 

 

Immer am Puls, Ausgabe 8 2004
Kompetenz-Team am St. Josef-Hospital nimmt Pankreas-OP den Schrecken

Seit Januar 2004 arbeitet am St. Josef-Hospital Universitätsklinikum-Bochum ein Zentrum für Bauchspeicheldrüsen- oder Pankreaserkrankungen von europäischem Rang. Mehr als 100 Patienten wurden auf der Basis eines gemeinsamen Diagnostik- und Therapie-Konzepts von Gastroenterologie und Chirurgie bereits behandelt, über 40 Patienten zwischen 10 und 82 Jahren unterzogen sich einer Operation am Pankreas. Dabei traten kaum Komplikationen auf, kein Patient ist nach der OP verstorben. Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team, - von dem Magen-Darm-Spezialisten Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar 2004 die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat. Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Erkrankungen ist aber steigend, was auf den veränderten Lebensstil der Bevölkerung - üppiges Essen, Alkohol, Nikotin - zurückzuführen ist. Operative Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse sind komplex und schwierig. Noch vor 20 Jahren war die Pankreaschirurgie für betroffene Patienten eine sehr gefährliche Angelegenheit. Damals hat man - wann immer möglich - lieber gar keine Operation an diesem Organ durchgeführt. Die Zeiten habe sich zum Wohle der Patienten geändert. Die Professoren Schmidt und Uhl setzen gezielt auf abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Sie bündelten Gastroenterologie und Chirurgie mit der Radiologie, der Strahlentherapie der Kinderklinik, der Anästhesiologie der Gefäßchirurgie und der Kardiologie. Im Zentrum der Aktivitäten steht wegen seiner außergewöhnlich großen Erfahrung bei der Behandlung und Operation von Pankreasbeschwerden der neue Chefchirurg Prof. Dr. Waldemar Uhl, der während seiner Arbeit in Ulm, Bern und Heidelberg an mehr als 2.500 Patienten Expertise in der Behandlung von Pankreaserkrankungen gewinnen konnte. 350 Publikationen zum Thema Pankreas, darunter internationale Standardwerke, stammen aus seiner Feder. Hoffnung schöpfen können Eltern von Kindern mit Pankreaserkrankungen.
Der jüngste Pantient, den Prof. Uhl jemals an der Bauchspeicheldrüse operierte, war ganze sechs Jahre jung. Gerade erst konnte ein 10jähriger bereits eine Woche nach einer großen Pankreas-OP die Bochumer Klinik wieder verlassen. "Das ist wirklich sensationell", sagt die Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury, Gastroenterologin für Kinder und Jugendliche in der Universitätsklinik. Die kleinen Patienten profitieren von der engagierten Zusammenarbeit über Klinikgrenzen hinweg: Der Pankreas-Eingriff vollzieht sich in der Chirurgie des St. Josef-Hopsitals, gesund werden die Kleinen auf den Stationen der Universitätskinderklinik. Eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht. Die erwachsenen Pankreaspatienten von Prof. Uhl und Prof. Schmidt werden auf der neuen Interdisziplinären Bauchstation des Universitätsklinikums betreut, die seit April 2004 in Betrieb ist. Dort arbeiten nicht nur Pflegekräfte aus der inneren und der chirurgischen Abteilung, sondern auch zwei Oberärzte und vier Assistenzärzte. Geschaffen wurde diese 20-Betten-Station zur Behandlung von Patienten mit Baucherkrankungen auf der Basis eines gemeinsamen Diagnostik- und Therapiekonzeptes. Besonders wichtig ist dem neuen Pankreas-Zentrum die Zusammenarbeit mit der Patientenselbsthilfegruppe, dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP). Prof. Dr. Waldemar Uhl: "Drei von vier Patienten kommen auf Empfehlung des AdP zu uns." Aus diesem Grunde wird im Januar 2005 am St. Josef-Hospital das Regionaltreffen des AdP für Pankreaspatienten aus NRW stattfinden. Für Mai 2006 ist das Bundestreffen in Bochum in Planung.

 
Weiterbildungszentrum für pädiatrische Gastroenterologie
2004 erhielt die Universitäts-Kinderklinik Bochum die Zertifizierung als Weiterbildungszentrum für Pädiatrische Gastroenterologie. Leiterin des Zentrum ist Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury.
 

Pankreaszentrum hilft auch Kindern
Kinder mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind in Bochum außergwöhnlich gut aufgehoben. Gerade erst konnte ein 10jähriger bereits eine Woche nach einer großen Pankreas-OP die Bochumer Klinik wieder verlassen. Die kleinen Patienten profitieren von der Zusammenarbeit der Pädriatrischen Gastroenterologen über Klinikgrenzen hinweg: Der Pankreas-Eingriff vollzieht sich in der Chirurgie des St. Josef-Hospitals unter der Leitung des international renommierten Pankreas-Chirurgen Prof. Dr. Waldemar Uhl. Intensivmedizinisch betreut werden die jungen Patienten auf der interdisziplinären Bauchstation unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schmidt und Prof. Uhl. Un ganz gesund werden sie auf den familienfreundlichen Stationen der Universitätskinderklinik, - eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht.

 

Ruhrnachriten Nr. 163 29. Woche
Hoffnung für Pankreas-Erkrankte

Neues Zentrum am St. Josef-Hospital
Die Eltern von Kindern mit Pankreaserkrankungen können Hoffnung schöpfen: Sie sind in Bochum besonders gut aufgehoben. Gerade erst konnte der zehnjährige Maximilian Stewen aus Castrop-Rauxel bereits gut eine Woche nach einer großen Pankreas-Operation die Bochumer Klinik wieder verlassen. "Das ist sensationell", sagt die Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury, Gastroenterologin für Kinder- und Jugendliche in der Universitätsklinik. "Der Pankreas-Eingriff vollzog sich in der Chirurgie am St. Josef-Hospital, gesund wurde der Junge auf der Station der Universitätskinderklinik. Eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht."
Zu den über 40 Patienten, die seit Januar 2004 im Interdisziplinären Bauchspeichelzentrum des St. Josef-Hospitals operiert wurden, gehört auch die Bochumerin Irmgard Macht (82). "Bei mir war ein Blutwert nicht in Ordnung", berichtet die älteste Patientin. Prof. Dr. Waldemar Uhl, Chefarzt der Chirurgischen Universitätsklinik, konnte ihr durch eine erfolgreiche Operation helfen.


Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team - von dem Magen-Darm-Spezialisten Prof. Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat.
Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Besonders wichtig ist dem neuen Pankreas-Zentrum die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe, dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten. Organisiert haben sich darin bundesweit rund 1100 Mitglieder. 40 Kontaktstellen in ganz Deutschland beraten betroffene Patienten bei der Auswahl der behandelnden Ärzte und der Kliniken für eine Operation. Alle Kontaktstellen in NRW raten zu einem Besuch in Bochum.
Volker Stemmann
 

WAZ Donnerstag 15. Juli 2004
Neues Zentrum für Bauchweh
Hilfe bei kranken Bauchspeicheldrüsen im St. Josef-Hospital


Der 10-jährige Maximilian hatte unerträgliche Bauchschmerzen: Steine in der Bauchspeicheldrüse. "Medikamente halfen nicht mehr", erzählte die Mutter im neu gegründeten "Bauchzentrum" im St. Josef-Hospital. Hier half man dem Jungen.

"Noch vor 20 Jahren bargen solche Operationen ein hohes tödliches Risiko", erklärte Chefarzt Prof. Waldemar Uhl.
Es gibt drei Arten der Erkrankung: Entzündungen, chronische Entzündungen (so bei Maximilian) und Tumore. "70 bis 80 Prozent der Krebspatienten müssten nicht sterben, kämen sie früher", bedauerte Uhl. "Von den 61 Prozent mit bösartigen Tumoren können wir hier zwei Drittel operieren", so der Arzt.
Seit Januar leitet er das Zentrum für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen mit Prof. Wolfgang E. Schmidt. Abteilungsübergreifend arbeiten Fachärzte zusammen. So betreute die Kinderklinik Maximilian nach der OP im Bauchzentrum weiter: "Da ist die Versorgung viel spezifischer", erklärt Diagnosespezialist Schmidt.
Eine Zusammenarbeit sei auch wegen der schwierigen Erkennung notwendig. "Patienten klagen oft über unklare Bauch- oder Rückenschmerzen", weiß Schmidt. Auch Diabetes könne ein Warnsignal sein. Auslöser seien oft zu fette Mahlzeiten und ungesunder Lebenswandel.
Durch die Diagnose entscheiden die Spezialisten über die richtige Behandlung. "Auch eine Medikamententherapie kann richtig sein", erklärt Schmidt. Über 40 Patienten operierten Uhl und sein Team seit Januar 2004. Wie die 82-Jährige Irmgart Macht aus Grumme. Genüsslich beißt sie in ein Brötchen. "Ich bin schmerzfrei", freut sich die muntere Seniorin.
Erkrankte aus Bulgarien und Österreich holen sich Rat in Bochum. Viele kommen auf Empfehlung der Selbsthilfegruppe "Arbeitskreis der Pankreatektomierten" (AdP). Jöko

 
 

Westfälische Rundschau 15.7.2004
Koliken: Hilfe fand Maximilian im Pankreas-Zentrum Bochum
Bochum. Maximilian ist erst zehn, aber er hat bereits die Hölle hinter sich. "Monatelang quälten ihn Koliken bis in den Schockzustand hinein. Er hat unendlich gelitten", sagt seine Mutter, Ursula Stewen. Dass der Junge wieder ein normales Leben führen kann, verdankt er Prof. Dr. Waldemar Uhl und dem neuen Bochumer Pankreas-Zentrum.

Maximilian aus Castrop-Rauxel war gestern eine der Hauptpersonen im St. Josef-Hospital. Noch blass um die Nase und als Mittelpunkt einer Pressekonferenz aufgeregt, wartete er auf den Mediziner, der ihn von seinem Leiden erlöst hatte: Professor Uhl stand noch im Operationssaal - ein dringender Fall. Der Patienten-Strom schwoll an, seit Uhl Anfang des Jahres aus Heidelberg ans St. Josef-Hospital kam. Der Pankreas-Spezialist hat innerhalb von kurzer Zeit mit dem Magen-Darm-Experten Prof. Dr. Wolfang E. Schmidt ein interdisziplinäres Buchsepicheldrüsen-Zentrum von Rang aus dem Boden gestampft. Uhl operierte, und das ist ungewöhnlich für Kinder, auch Maximilian an der chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse.
Das Organ liegt ziemlich verborgen im Bauch, ist 90 Gramm schwer und macht den meisten Menschen kaum Beschwerden. Eingriffe sind aber komplex und schwierig, noch vor 20 Jahren galten sie als eine sehr gefährliche Angelegenheit. "Man hat damals lieber gar keine Operation durchgeführt", sagt Uhl. Heute sieht das anders aus. Erkrankungen sind mit 40 Neufällen pro 100 000 Menschen relativ selten, aber sie nehmen zu. "Auch, weil wir sehr gut leben, rauchen und Alkohol trinken", sagt Uhl.
Leitsymptom sind Übelkeit nach Mahlzeiten, fettiger Stuhl, im Spätstadium Gelbsucht und vor allem unklare Schmerzen über längere Zeit im Oberbauch oder im Rücken. "Viele Patienten gehen zunächst zum Orthopäden und haben häufig eine Odyssee hinter sich, wenn sie zu uns kommen", sagt Prof. Schmidt.

Josef-Hospital ein neuer Anlaufpunkt
Dank des neuen Bochumer Zentrums, das Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen bündelt wie eine Lupe das Licht, "finden wir den Urheber von Beschwerden in wenigen Tagen."
Seit Anfang des Jahres operierten Uhl und sein Team 41 Patienten aus ganz Deutschland an akut oder chronisch entzündeten Organen oder mit Pankreastumoren. Im Vorjahr kam man auf fünf Eingriffe. "Am besten aufgehoben sind die Kranken in interdisziplinären Pankreaszentren mit entsprechender Erfahrung", sagt er. Denn hier fänden Patienten die beste konservative Therapie und bei Operationen sichere Eingriffe mit einer niedrigen Komplikationsrate. Ein wichtiger Anlaufpunkt und Drehscheibe für Erkrankte ist dabei die Selbsthilfegruppe der Pankreatektomierten (AdP): "Wir verweisen Betroffene nun nach Bochum", sagt AdP-Sprecher Udo Hemmers.
Maximilian wurde mit heftigen Bauchschmerzen eingeliefert: Steine im Pankreas. Uhl unterzog ihn einer so genannten Whipple-Operation, bei der Pankreas-Kopf, Gallenblase sowie Teile des Magens und des Zwölffingerdarms entfernt werden können. Nur kurze Zeit lag Maximilian auf der Intensivstation der Chirurgie, dann wurde er wieder in die Obhut der Kinderklinik gegeben. Für die Kinder-Gastroenterologin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury ist diese enge Zusammenarbeit ein Novum: "Es ist eher selten, dass es so kindgerecht gehen kann."