Presseberichte

 

 

Folgende Presseberichte zum Pankreaszentrum sind erschienen:
 
 
 
 
Ärzteliste „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts/Bauchchirurgie“.
Focus Online-Ausgabe 2017
 
 

Aktuelle Focus-Ärzteliste Juni 2016: Prof. Reinacher-Schick und Prof. Uhl erneut als „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts“ ausgezeichnet. Prof. Uhl zusätzlich als "Experte Bauchchirurgie" genannt.

PRESSE INFORMATION

 

14 Mediziner des Katholischen Klinikums Bochum in der neuen FOCUS-Ärzteliste. Breite Anerkennung für hohe Qualität und Patientenorientierung. 22. Juni 2016

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine führende Position in zahlreichen medizinischen Fachgebieten erneut bestätigt. 14 Ärzte des St. Josef-Hospitals, des St. Elisabeth-Hospitals (jeweils Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) sowie der Universitätskinderklinik sind in den neuen Ärztelisten des Magazins FOCUS gelistet, einige davon sogar mehrfach. Die Listen werden für ganz Deutschland erstellt und basieren auf umfangreichen Befragungen von Ärzten, Patienten und Selbsthilfegruppen. In den Interviews mit Ärzten stand stets die Frage im Vordergrund: „Von wem würden Sie sich selbst behandeln lassen?“

In Erweiterung früherer Listen wurden auch Einträge in seriösen Internet-Foren erfasst. Darüber hinaus wird die wissenschaftliche Dynamik untersucht. Dazu fließen Publikationen und Studien in die Bewertung ein. Mit 14 gelisteten Ärzten gehört das Katholische Klinikum Bochum zu den meistgenannten Krankenhausunternehmen in dieser bundesweit stark beachteten Liste. Gewürdigt werden:

Prof. Waldemar Uhl (Bauch-Chirurgie - Verdauungstrakt-Tumoren)

Prof. Anke Reinacher-Schick (Verdauungstrakt-Tumoren)

Prof. Stefan Dazert, St. Elisabeth-Hospital (Hals-Nasen-Ohren-Medizin)

Prof. Andreas Mügge (Kardiologie – Bluthochdruck)

Prof. Ralf Gold (Neurologie, Multiple Sklerose)

PD Dr. Kerstin Hellwig (Neurologie, Multiple Sklerose)

Prof. Achim Mumme (Gefäßchirurgie)

Prof. Uwe Schauer, Universitätskinderklinik (Neurodermitis)

Prof. Eggert Stockfleth (Hautkrebs)

Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie)

Dr. Norbert Teig, St. Elisabeth-Hospital (Neonatologie)

Prof. Juris Meier (Diabetologie)

Prof. Michael Nauck (Diabetologie)

Dr. Klaus Hoffmann (Botox / Filler)

Mit mehr als 4000 Mitarbeitern, 50.000 stationären Fällen und 1400 Betten gehört das Katholische Klinikum Bochum zu den großen Krankenhausverbund-gesellschaften im Ruhrgebiet. PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung: „Die neue FOCUS-Liste ist ein toller Erfolg und weiterer Ansporn für unsere ärztlichen und pflegerischen Teams. Mit nachweisbarer medizinischer Qualität wollen wir jedem Patienten individuell helfen. Die hohen Zufriedenheits- und Weiterempfehlungsquoten zeigen uns, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind.“

 
 
Ärzteliste „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts“.
Focus Online-Ausgabe Juli/August 2015
 

Fortschritte bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses

WAZ, Ausgabe Bochum vom 8.12.2014, Nathanael Ullmann

 
Bochum. Ist die Bauchspeicheldrüse betroffen, war das einst ein Todesurteil. Aber die Behandlung ist effektiver geworden – besonders in Bochum.
 

Wer vor 14 Jahren die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen hat, für den war die Lage hoffnungslos: Es war ein nahezu sicheres Todesurteil. Diese Erfahrung machte auch Fernseh-Moderatorin Dagmar Berghoff, als ihr Mann an Krebs starb. Heute setzt sie sich zusammen mit der Initiative „Aus der Mitte“ dafür ein, dass niemand uninformiert bleibt – wie jüngst an einem Aktionstag im Ruhrcongress.

„Was den Bauchspeicheldrüsenkrebs angeht, hat Bochum einen guten Ruf“, so Dagmar Berghoff. Tatsächlich ist Bochum eine der vier führenden Städte in puncto Behandlung. Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Joseph-Hospitals, behandelt im Jahr rund 320 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, zum Teil auch international: „Oft kommen Patienten aus Russland, den arabischen Ländern oder Griechenland“, so Uhl.

Zusammenarbeit vieler Bereiche

Mittlerweile arbeiten bei der Diagnose Krebs viele Teildisziplinen wie Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie effektiv zusammen. Dennoch gibt es noch viel zu tun: „Ein Ziel ist es, eine frühere Diagnose zu ermöglichen, indem wir den Krebs durch das Blut feststellen“, so Uhl. Eine Früherkennungsmethode gibt es bisher nicht, da sich dieser Krebs rasend schnell ausbreitet. Symptome können unter anderem Gewichtsverlust und Rückenschmerzen sein.

Aber auch eine konkretere Chemotherapie, in der die betroffenen Teile genauer angesteuert werden und nicht entfernbare Tumore zu entfernbaren werden, sei eines der Ziele, an denen man arbeite.

 
Auch psychische Behandlung wichtig

Info
Bauchspeicheldrüsenkrebs lässt sich vorbeugen

 

Neben der ärztlichen ist auch die psychische Behandlung ein wichtiger Faktor bei einem solch aggressiven Krebs wie dem der Bauchspeicheldrüse. „Als mein Mann erkrankt ist, war ich vollkommen alleine gelassen. Damals gab es noch keine Ernährungsberater, keine Selbsthilfegruppen. Zumindest wusste ich von keiner“, sagt Moderatorin Berghoff. Auch hier hat sich viel geändert. Ein Beispiel ist der Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP), der Selbsthilfegruppen anbietet, auch im Internet. „Bei unserem Forum im Internet kann man sich auch anonym anmelden“, sagt Ulrich Schmitz, Regionalgruppenleiter des AdP in Köln.

Im Jahr erkranken rund ­­14.000 Deutsche an Bauchspeicheldrüsen-krebs.

Die Gefahr auf den Krebs kann man lindern, indem man wenig raucht, Alkohol in Maßen genießt und auf sein Gewicht achtet. Mehr zum AdP im Web unter bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de

       
Ein Schicksal wie das von Dagmar Berghoff vor 14 Jahren müssen wegen des vielschichtigen Fortschritts deswegen immer weniger erwarten. „Ich stelle voller Bewunderung fest, dass ich eine ganze Menge getan hat“, resümiert die Moderatorin.
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Pressemitteilung für Arzt-Patienten-Veranstaltung "Durch dick & dünn -Leben mit Darmkrebs" am 01.12.2012 in Bochum, Park Inn Hotel, Massenbergstr. 19-21, 44787 Bochum: Pressetext

 

Ärzteliste „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts“.

Focus-Ausgabe Nr 36/2012 vom 03. September 2012.

Prof Dr. W. Uhl wurde erneut und in Kontinuität in die gerade publizierte Focus-Ärzteliste „Experten für Tumoren des `Verdauungstraktes“ aufgenommen .

Das stellt eine große Ehre für die beiden interdisziplinären und zertifizierten Pankreas- und Darmkrebszentren dar und Prof. Uhl bedankt sich dafür bei seinem gesamten chirurgischen Team und bei den internen Kooperationspartnern im St. Josef-Hospital Bochum und externen Kollegen sowie bei den Patientenorganisationen (AdP: Arbeitskreis der Pankreatektomierten und Bauchspeicheldrüsen-erkrankten sowie der Deutschen ILCO für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs).

Nachfolgend sehen Sie einen Auszug aus dieser Liste für die "Experten für Tumoren des Verdauungstraktes“

 

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Hochschulen Neues onkologisches Zentrum in Bochum

aerzteblatt.de, Dienstag, 29. März 2011

Bochum –Die Kliniken der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben sich zu einem onkologischen Zentrum, dem „Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center“ (RUCCC), zusammengeschlossen.. „Das RUCCC ist eines der modernsten Krebs-Zentren Deutschlands und garantiert den Bewohnern der Region – auch in einer kritischen Lebenssituation – eine erstklassige und menschlich zugewandte Versorgung“, sagte Andrea Tannapfel, Leiterin des RUCCC.

Beteiligt sind das Hauttumorzentrum mit fast 900 Fällen von Hautkrebs im ersten Jahr nach seiner Zertifizierung, das Darmzentrum mit mehr als 1.000 bisher behandelten Darmkrebspatienten, das Prostatazentrum mit 700 Prostatakrebspatienten jährlich und das Pankreaskarzinomzentrum mit 450 behandelten Patienten im Jahr, wovon die Hälfte an bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse leiden.

Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen präklinischer Forschung und klinischer Entwicklung sollen den Patienten die jeweils modernste verfügbare Therapie sichern. Im Rahmen eines von der Landesregierung Düsseldorf mit fast sieben Millionen Euro geförderten Forschungsprojektes wird derzeit ein standortübergreifendes Zentrum für onkologisch-klinische Studien (ZOKS) gegründet.

Dort wird zum einen die klinische Forschung der RUCCC-Standorte unterstützt, zum anderen wird gemeinsam mit dem Institut für Pathologie der Ruhr-Universität eine zentrale Probenbank aufgebaut. © hil/aerzteblatt.de

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Neues Krebszentrum RUCCC in Bochum verspricht bessere Tumortherapie

DerWesten, Ausgabe Bochum vom 28.03.2011, Jürgen Stahl

 

Bochum. Früher bedeutete eine Krebsdiagnose oft das Schlimmste. Heute sind die Heilungschancen bereits deutlich besser - dank neuer Behandlungsmethoden, die nun auch im neu gegründeten Krebszentrum RUCCC in Bochum angewendet werden.

877 Krebsdiagnosen im Jahr. Das bedeutet: Jeden Tag sind es mindestens zwei Patienten, denen im Hauttumorzentrum des St. Josef-Hospitals die Hiobsbotschaft überbracht werden muss: Hautkrebs. Aufgefangen werden sie in einem Netz mit vielfältigen medizinischen und sozialen Hilfsangeboten. Dieses Netz ist fortan noch engmaschiger geknüpft: Als eines von fünf Krankenhäusern zählt das St. Josef-Hospital zum neu gegründeten Krebszentrum RUCCC.

Ganzheitliche Unterstützung durch den Verbund

RUCCC: Das steht für Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center. Unter diesem Titel haben sich die vier Kliniken der Ruhr-Uni zu einem der größten deutschen Onkologie-Zentren zusammengeschlossen: in Bochum das St. Josef-Hospital, das Bergmannsheil und das Knappschaftskrankenhaus Langendreer, in Herne das Marienhospital mit seinem Prostatakrebszentrum. Fünfte im Bunde ist die Katholische St. Lukas-Gesellschaft mit ihrem St. Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde.

 

KOMMENTAR

Wissen bündeln, gemeinsam helfen

Krebs ist nach wie vor eine der schlimmsten Geißeln unserer Zeit. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Tumorerkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Doch der Kampf gegen Leid, Schmerz und Tod zeitigt Erfolge. Bochum nimmt dabei eine Spitzenstellung ein. Das Hautkrebszentrum am St. Josef-Hospital oder das Darmzentrum Ruhr zählen mit ihren Professoren und Fachärzten zu den Besten im Lande. Ihr Zusammenschluss zum Krebszentrum ist zu begrüßen. Gelingt es den Klinik-Koryphäen, ihr überragendes Wissen zu bündeln und fachübergreifend zu wirken, werden viele Patienten davon profitieren.

Die Behandlung in den Tumorzentren darf jedoch zwei Grundpfeiler nicht außer Acht lassen: die psychologische Begleitung (auch für betroffene Familien) und die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten. Nur so kann mit RUCCC ein gemein- und heilsamer Ruck durch die Gesundheitslandschaft im Revier gehen.

 

„Gemeinsam stark gegen Krebs“, „moderne Tumortherapie aus einem Guss“: Die RUCCC-Krankenhäuser verheißen eine deutlich verbesserte Behandlung über ihre Fachdisziplinen hinaus – das Hauttumorzentrum und das Zentrum für Bauchspeicheldrüsenkrebs mit jährlich 450 Patienten im St. Josef-Hospital ebenso wie das Darmzentrum Ruhr, zu dem sich 2006 u.a. das St. Josef-Hospital, das Knappschaftskrankenhaus sowie das Bergmannsheil zusammengeschlossen haben. Mittlerweile wurden hier über 1000 Patienten behandelt. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Wolff Schmiegel gilt als einer der erfahrensten Darmkrebs-Spezialisten im Lande und verdeutlicht die Philosophie des neuen Krebs-Bündnisses: „Ob im Darmzentrum oder anderswo: Der Patient wendet sich an eine unserer Kliniken und erfährt ganzheitlich alle Unterstützung, die unser Verbund leisten kann.“

Erstklassige Versorgung bei allen Tumorerkrankungen

Die Ärzte können immer häufiger Leben retten.

„Früher noch ein Todesurteil, bedeutet eine Krebs-Diagnose heute nicht mehr das Ende des Lebensmutes.

Die Heilungschancen sind weitaus besser als noch vor einigen Jahren“, betonen die beteiligten Tumorzentren, die allesamt schon jetzt zur Spitze in der deutschen Medizin zählen.

Unter dem Dach des RUCCC wollen sie ihr Wissen fortan fachübergreifend bündeln und so den Behandlungserfolg verbessern. „Über die einzelnen, seit Jahren erfolgreichen Tumorzentren hinaus garantieren wir den Bewohnern der Region eine erstklassige Versorgung bei allen Tumorerkrankungen“, ergänzt Prof. Dr. Andrea Tannapfel, die das RUCCC leitet.

Das Qualitätssiegel hat der Verbund bereits Ende vergangenen Jahres erhalten: Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das RUCCC geprüft und zertifiziert.

 

Am Dienstag, 29. März, lädt das neue Krebszentrum zu seiner ersten Patientenveranstaltung ein. Im St. Josef-Hörsaalzentrum an der Gudrunstraße werden ab 18 Uhr Prävention, Diagnostik und Therapie der wichtigsten Tumorerkrankungen erläutert: u.a. Darmkrebs, Tumoren der Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre und Weichteile und des Magens sowie Lungen-, Blut-, Brust- und Hautkrebs. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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PRESSE INFORMATION  

Kompetenz am Stadtpark, das St. Josef-Hospital und der AdP e.V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte haben am 31. Oktober 2010 gemeinsam das 3. AdP-Regionaltreffen Rhein/Ruhr mit einem Riesenansturm an Teilnehmern durchgeführt.

Bochum am 31.10.2010 (Bericht: Frank Oppitz, Frank Peter)

Höhepunkt für die Tätigkeiten der Regionalgruppenleiter des AdP e.V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 für die Rhein/Ruhr-Region war das 3. Regionaltreffen, zu dem 300 Teilnehmer in das Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospital Bochum kamen.

Am vergangenen Sonntag folgten 300 Teilnehmer der Einladung zum 3. AdP-Regionaltreffen Rhein/Ruhr, des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) und des AdP e.V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte. Mit dieser überwältigenden Resonanz hatten die Organisatoren zu Beginn Ihrer Planungen nicht gerechnet.  Prof Dr. med. Waldemar Uhl: „Die Kapazität des großen Hörsaals wurde plötzlich zu klein, so dass wir uns entschlossen, die Vorträge live in weitere Seminarräume zu übertragen“. Klinikdirektor Prof. Dr. W. Uhl sowie Bürgermeisterin Erika Stahl, Mitglied der CDU Ratsfraktion, eröffneten mit einem Grußwort das Regionaltreffen im Hörsaalzentrum der Universitätsklinik.

Am Vormittag hielten hochrangige Referenten, wie z.B. Prof. Dr. Erckenbrecht (Düsseldorf), PD Dr. M. Martignoni (München), Prof. Dr. Rünzi (Essen) und viele andere, sehr gute Vorträge und stellten sich den Fragen der interessierten Zuhörer. Nachmittags teilten sich die Zuhörer in drei Gruppen auf und diskutierten in diesen Gruppen Fragen zu den Themen Ernährung & Medikation, Karzinom/Chemotherapie und Reha/Recht/Rente für Bauchspeicheldrüsenerkrankte und insbesondere -operierte. Prof. Dr. Poll (Leiter des wissenschaftlichen Beirats des AdP): „Dieser Erfahrungsaustausch in den kleinen Gruppen ist für die Betroffenen enorm wichtig“. Nach der Gruppenarbeit kamen die Teilnehmer wieder im großen Hörsaal zusammen. Hier stellten sich die Referenten des Tages den Fragen des Auditoriums.

Die Verabschiedung nahm Jürgen Kleeberg (1. Vorsitzender des AdP e. V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte) vor: „Ich danke den Organisatoren dieses hervorragenden Treffens: Prof. Dr. W. Uhl (Klinikdirektor des St. Josef-Hospitals mit seinen Team), Kerstin Peltzer, Rudi Scholz und Frank Peter (alle Regionalgruppenleiter des AdP in der Rhein-Ruhr Region). Das 3. AdP-Regionaltreffen lässt sich am besten mit den Worten beschreiben: „Kompetenz am Stadtpark, St. Josef-Hospital Bochum in Verbindung mit den AdP-Regionalgruppen Rhein-Ruhr“

Mit freundlichen Grüßen

AdP e.V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte, Regionalgruppenleiter Bochum

Frank Peter, Hordeler Heide 158, 44793 Bochum

Tel: 0234/3885400, Fax: 0234/3885401, E-Mail: adp-bochum@gmx.de

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PRESSE INFORMATION

 
     

Pankreas-Infotag und AdP-Regionaltreffen am St. Josef-Hospital

Das Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital Bochum und der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (kurz AdP = Bauchspeicheldrüsenerkrankte) laden zum AdP-Regionaltreffen Rhein/Ruhr. Thema am kommenden Sonntag (31. Oktober) im Hörsaalzentrum ist „Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen: Warum Zunahme und welche Folgeprobleme“. Der Eintritt ist frei und Patienten, Angehörige, Interessierte und Ärzte können sich umfassend über das Thema informieren. Mehr als 250 Teilnehmer aus ganz NRW haben bereits zugesagt.

Die nur 100 Gramm wiegende Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein kleines Organ mit großer Wirkung, quasi ein „Kernkraftwerk“. Täglich produziert sie zwei bis drei Liter Verdauungssaft zum Aufspalten unserer Nahrung. Ihre zweite Funktion ist die wichtige Regulation des Blutzuckers mit Produktion des Insulins. Ein wesentlicher Grund für die Zunahme von Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen liegt in dieser hohen Stoffwechselaktivität. Die Zahl an Neuerkrankungen wird in NRW auf 10.000 jährlich beziffert. Sie sind in Entzündungen (akute und chronische Pankreatitis) sowie in gut- und bösartige Tumorerkrankungen eingeteilt. Der Konsum von Fast Food-Produkten, Süßgetränken, Nikotin und Alkohol und das steigende Lebensalter werden in Zukunft die Zahl an bösartigen Tumoren ansteigen lassen. Im Alter von über 70 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken bei 200 auf 100.000 Einwohner. Und schließlich sehen Fachleute heute vermehrt zystenbildende Krebsformen. Sie können mit den modernen bildgebenden Verfahren (Computer- /Kernspintomographie und PET-CT) heute viel frühzeitiger diagnostiziert werden. Für die Behandlung wichtig ist ein interdisziplinäres Team mit langer klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Denn Eingriffe an diesem Organ sind aufwändig und komplex. Am Pankreaszentrum St. Josef-Hospital werden jährlich 1.000 Patienten mit den unterschiedlichsten Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen behandelt. Gut 300 davon müssen operiert werden. Damit gehört das zertifizierte Bochumer Pankreaszentrum bundesweit und international zu den Führenden. Da Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen oft einen chronischen Verlauf nehmen und sich nach Operationen auf den Körper auswirken, ist eine ganzheitliche Betreuung wichtig. Hier unterstützt der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP e.V.) Betroffene und Angehörige in allen Lebensbereichen. Diese Patientenorganisation stellt in allen Regionen Deutschlands wohnortnahe Personen zur Beratung. Informationen zum Programm des Infotages, zum AdP-Arbeitskreis und zum Therapiespektrum in Bochum sind auf der Internet-Seite www.pankreaszentrum.de zu finden oder sind unter der Telefonnummer 0234 / 509-2211 abrufbar.

Hintergrund: Pankreas (Bauchspeicheldrüse) ist ein kleines Organ (100 g) mitten im Bauchraum. Erkrankungen sind akute Entzündungen, von denen 20 % lebensbedrohlich sind. Bei chronischen Entzündungen wird das Organ schrittweise zerstört. Bei bösartigen Tumoren gibt es nur wenig Heilungschancen. Das interdisziplinäre Pankreaszentrum St. Josef-Hospital Bochum ist zertifiziert und hat seit Gründung im Jahre 2004 über 5.000 Patienten behandelt. Bei über 1.000 Patienten haben der Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. Waldemar Uhl und sein Team größere chirurgische Eingriffe durchgeführt. Wichtig für ein Zentrum ist neben der guten Behandlungsqualität die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen, um z.B. die Prognose von erkrankten Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verbessern. Die Behandlung der Bauchspeicheldrüsenerkrankten ist meist lebenslang, weshalb eine ganzheitliche Betreuung wichtig ist. Hier ist der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP) seit 30 Jahren ein bewährter Partner für die Patienten/Angehörigen.

Gern laden wir Ihre Redaktion zum Infotag ein. Im Anhang finden Sie das Programm der Veranstaltung und zwei Fotos: Das erste zeigt St.Josef-Hospital-Chirurgie-Klinikchef Prof. Dr. Waldemar Uhl und Patienten bei der Erläuterung einer Pankreas-Behandlung. Das zweite zeigt Prof. Dr. Waldemar Uhl während einer Pankreas-OP am St. Josef-Hospital Bochum.

 

Mit freundlichen Grüßen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Vassilios Psaltis (Dipl.-Journ.), Gudrunstraße 56, 44791 Bochum,

Tel.:  0234 / 509-2744, Fax: -2718, E-Mail: v.psaltis@klinikum-bochum.de

 

Ärzteliste „Experten für Tumoren des Verdauungstrakts“.

Focus-Ausgabe Nr 26/10 vom 28. Juni 2010.

Durch eine grundsolide, kontinuierliche, medizinisch evidenz-ausgerichtete und individuell patienten-orientierte klinische Arbeit in den letzten 6 Jahren am St. Josef-Hospital Bochum ist es Prof. Dr. W. Uhl gelungen, in die aktuelle Focus-Ärzteliste „Experten für Tumoren des `Verdauungstraktes“ aufgenommen zu werden. Das stellt eine große Ehre für das Pankreaszentrum dar und Prof. Uhl bedankt sich dafür bei seinem gesamten Team. Nachfolgend sehen Sie einen Auszug aus dieser Liste:

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DerWesten, Ausgabe Bochum vom 19.03.2010

 

lm Josefcarree trifft Medizin auf Komfort
Bochum. Es ist ein modernes Medizinmärchen auf über 15000 qm Fläche: Mit einem Festakt ist am Freitag das Josefcarree eingeweiht worden. Es soll die medizinische Versorgung des St. Josef-Hospitals ergänzen.

Hier einige Zahlen und Fakten: 19 Monate Bauzeit, 20,3 Mio Euro Investitionsvolumen, 170 Parkplätze, 14 Facharztpraxen, Apotheke, Sanitätshaus und stylische Cafeteria. Ein Highlight des Neubaus, der auch die Eingangspforte zum St. Josef-Hospital bildet, ist die Station für Privatpatienten, die sich auf der dritten Etage befindet. 27 Einzelzimmer, darunter zwei Suiten, verbinden die medizinische Versorgung mit dem Komfort eines Top-Hotels.

An diesem Samstag können sich alle Interessenten bei einem Tag der offenen Tür selbst einen Eindruck von dem neuen Gesundheitszentrum verschaffen. Vielleicht werden sie so begeistert sein wie es der Ärztliche Geschäftsführer Prof. Dr. Peter Altmeyer und wie es Geschäftsführer Franz-Rainer Kellerhoff jetzt schon sind. „Uns ist die Verknüpfung zwischen stationärer und ambulanter Behandlung mit dem Josefcarree sehr gut gelungen“, sagt Altmeyer. Erst gestern ist der letzte Stein verlegt worden, das Großprojekt also auf den Punkt fertig geworden. Damit, so Altmeyer, wolle das Kath. Klinikum sich auch für die Zukunft gut aufstellen, „denn der Wettbewerb unter den Krankenhäusern ist groß“.

Kassen- und Privatpatienten sollen gleichermaßen gut behandelt werden, die Privatpatienten sollen dazu noch einen gehobenen Unterbringungskomfort genießen. Projektleiterin Sabine Marton sagt nicht ohne Stolz: „Wir haben alles vermietet. Die ersten Praxen öffnen am 1. April, die letzten am 1. Juli.“

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WAZ-Artikel, Ausgabe Bochum vom 18.03.2010
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PRESSE INFORMATION                       

 

Russische Mediziner besuchen Pankreaszentrum

am St. Josef-Hospital Bochum

Enger Austausch auch für die Zukunft vereinbart

 

BOCHUM. Im Rahmen eines zweitägigen Klinikbesuchs am Pankreaszentrum des St. Josef Hospitals Bochum haben fünf renommierte Universitätsprofessoren aus Moskau und St. Petersburg die Gelegenheit genutzt, einen intensiven Einblick in die moderne Diagnostik und Therapie von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen zu bekommen. Die Chefärzte und Leitenden Ärzte nahmen aktiv und mit großem Interesse mit den gastroenterologischen Kollegen am Tagesprogramm in der Endoskopie (Einrichtung zur Spiegelung des Magen-Darmtraktes mit Möglichkeit der Durchführung spezieller Maßnahmen an der Bauchspeicheldrüse und dem Gangsystem der Gallen- und Verdauungsaftwege) und in der Klinik für Chirurgie am Operationsbetrieb teil.

Abgerundet wurde das (durch die Firma Solvay Pharmaceuticals unterstützte) Programm mit Vorträgen, Patientenfallbesprechungen sowie einem Besuch auf der interdisziplinären „Bauchstation“. Für die Zukunft vereinbarten Gäste und Gastgeber eine enge klinisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit und einen intensiveren Austausch zwischen den Standorten in Bochum und Moskau/St. Petersburg. Diese enge und vertrauensvolle Kooperation sehen beide Seiten als Stärkung des zukünftigen NRW-Gesundheitscampus.

Das Pankreaszentrum am St. Josef Hospital Bochum geleitet von den beiden Professoren Wolfgang E. Schmidt (Medizinische Klinik I) und Waldemar Uhl (Klinik für Chirurgie) hat sich national und international zu einem wichtigen Referenzzentrum entwickelt. Jährlich behandelt dieses Klinikum der Ruhr-Universität knapp 1.000 Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse, davon 300 im Rahmen eines komplexeren Eingriffes.

Für Rückfragen stehen wir unter der Rufnummer (0234 509 2211) gern zur Verfügung.

Weitere Informationen über das Pankreaszentrum des St. Josef Hospitals Bochum finden Sie unter www.pankreaszentrum.de.

Bildzeile (v.l.v.n.r.u.):

Prof. Dr. Sabir Mektiev (Professor of the Gastroenterology Department at the Arkhangelsk Medical Academy, St. Petersburg), Dr. Orlin Belyaev (Assistenzarzt Klinik für Chirurgie, St. Josef-Hospital Bochum), Dr. Jan-Michel Otte (Oberarzt Medizinische Klinik I, St. Josef-Hospital Bochum), Dr. Sergey Skripchenko (Solvay Pharma, Russia), Prof. Wolfgang E. Schmidt (Bochum), Prof. Waldemar Uhl (Bochum), Prof. Elena Belousova (Head of the Gastroenterology Department at the Faculty for the after-diploma preparing of the medical specialists at the Moscow Regional Scientific Institute of Clinical Research, Moskau), Prof. Liudmila Butorova (Professor of the Gastroenterology Department State Institute of Advanced Medical Studies of the Ministry of Defense of Moscow Region, Moskau), Prof. Natalia Agafonova (Associate Professor of the Gastroenterologyl Department of the Doctors' training faculty at the Pirogov Russian State Medical University, Moskau), Prof. Vladimir Grinevich (Head of the Gastroenterology Department at the Faculty of the Advanced Medical Studies, the Head of Gastroenterology Department of the Armed Forces of Russian Federation, St. Petersburg), Dr. Konstantinos Pirilis (Solvay Pharma International).

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Dipl.-Journ. Vassilios Psaltis

Gudrunstraße 56

44791 Bochum

Tel.:  0234 /  509-2744 u. -2726

Fax:  0234  / 509-2718

E-Mail: v.psaltis@klinikum-bochum.de             


 
 

Durch die Übertragung der Verantwortung für die Chirurgische Klinik am Standort Klinik Blankenstein sind stationäre Aufnahmen von Patienten mit Pankreas-erkrankungen zur Diagnostik und Therapie auch dort möglich. Durch die Anbindung an die Zentrumsklinik ist die universitäre Behandlung auf höchstem Niveau garantiert (Operationen und regelmässige Visiten durch Prof. Dr. med. W. Uhl und sein Team). Der Standortvorteil liegt in der individuellen und sehr familiären Versorgung durch das Pflegepersonal und der guten lokalen Infrastruktur (Essen im Panorama-Restaurant, Einbeziehung von naturheilkundlichen Verfahren, gute Parkmöglichkeiten, kurze Erreichbarkeit über die A 43 und schön ausgestattete Einzelzimmer). Die Klinik Blankenstein gehört nach der aktuellen größten Umfrage zur Patienten-Zufriedenheit der Techniker Krankenkasse zu den 100 besten Krankenhäusern Deutschlands (Platz 67).

 
Auszug aus der Zeitschrift "Mach mal Pause", Ausgabe 46/06

Ursula Lommes (63) quälte sich mit furchtbaren Bauchschmerzen. Dann brach sie zusammen. Diagnose: Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Das bedeutet: Not-OP – und Lebensgefahr

 
Todesangst! Ursula Lommes hat sie erlebt. Vor eineinhalb Jahren bekam die ehemalige Dekorateurin aus Schwalmtal (Niederrhein) ohne jede Vorwarnung kolikartige Schmerzen im Oberbauch. „Mir wurde so übel, dass ich mich übergeben musste“, erinnert sie sich. „Ich konnte mich nur noch mit einer Wärmflasche ins Bett legen.“ Zwei Stunden später war der Spuk vorbei. Sie verdrängte das Ereignis. „Ich bin keine große Arztgängerin…“
Einen Monat später: die nächste Attacke. Diesmal suchte die Rentnerin ihre Hausärztin auf. „Sie schickte mich zur Magenspiegelung. Dabei kam raus, dass Magensäure in meine Speiseröhre zurücklief.“ Gegen diesen so genannten Reflux erhielt Ursula Medikamente. Dennoch wiederholten sich die Schmerzanfälle in immer kürzeren Abständen, bis Ursula Lommes fast wöchentlich darunter litt. Und sie hielten immer länger an, „zuletzt fast vier Stunden. Manchmal war es so schlimm, dass ich dachte, ich sterbe. Mein Mann drängte mich, ins Krankenhaus zu gehen. Aber das wollte ich nicht.“
Ihre Hausärztin war in dieser Situation keine Hilfe. „Sie verordnete mir nur eine Magenspiegelung nach der anderen.“ Im Januar dieses Jahres dann der dramatische Höhepunkt. Mit dem Rad kam die begeisterte Sportlerin vom Einkaufen, als die Schmerzen sie überfielen. „Mir wurde schlecht. Ich konnte nicht mehr klar denken“, schildert sie. „Trotzdem schaffte ich es noch fast bis zu unserer Haustür, wo mir ein Nachbar entgegen kam. Dann brach ich ohnmächtig zusammen.“
An die folgenden Geschehnisse hat die heute 63-Jährige keine bewusste Erinnerung. Im Krankenhaus Maria Hilf in Mönchengladbach wurde sie notoperiert. Es stellte sich heraus, dass sie Gallensteine hatte. Einer davon hatte sich gelöst und verstopfte den gemeinsamen Ausführungsgang von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kurz vor seiner Einmündung in den Zwölffingerdarm. Folge: Das vom Pankreas produzierte Verdauungssekret wurde zurückgestaut und griff das eigene Gewebe an. Die Bauchspeicheldrüse war stark entzündet und verdaute sich praktisch selbst. Für Ursula Lommes bestand akute Lebensgefahr. „Man machte meinem Mann kaum noch Hoffnung“, sagt sie leise. „Wahrscheinlich habe ich nur überlebt, weil ich seit 25 Jahren Radrennen fahre und dadurch sehr durchtrainiert bin.“ Nach Entfernen des Gallensteins hätte sie auch an der Bauchspeicheldrüse operiert werden müssen. „Aber dazu war ich zu schwach. Ich hatte in den Monaten zuvor 17 Kilo abgenommen.“
Auf den Rat einer Mitpatientin wandte sich Ursula Lommes nach der Reha an einen Spezialisten: Prof. Waldemar Uhl vom Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital der Uniklinik Bochum. Dort wurden ihr am 23. März in einer sechsstündigen Operation die Galle („Mit 20 Steinen!“), die Milz sowie der bereits abgestorbene ‚Schwanz’ der Bauchspeicheldrüse entfernt. „Daraus wäre sonst womöglich Krebs entstanden“, weiß sie. „Ich hatte wirklich großes Glück.“
Dank ihrer guten Konstitution erholte sich die Patientin erstaunlich schnell von dem schweren Eingriff. Sie muss nicht einmal Insulin spritzen, obwohl nun ein für die Hormonproduktion wichtiger Teil des Pankreas fehlt. Mit den Einschränkungen bei der Ernährung kommt sie problemlos zurecht. „Alkohol war sowieso nie mein Fall. Verzichten muss ich auf saures Obst, auf Fettes und Gebratenes. Dafür soll ich viel Fisch essen.“ Dass sie zu jeder Mahlzeit Tabletten einnehmen muss, die die Verdauungsenzyme ersetzen, nimmt sie gern in Kauf.
Dafür macht ihr etwas anderes zu schaffen: „Wäre ich bloß von Anfang an zum Facharzt gegangen! Das hätte mir sicher viel erspart. Aber wer denkt schon an seine Bauchspeicheldrüse ...?“
Claudia Krause
Mehr zu diesem Artikel mit Fotos und Interview mit Prof. Uhl erfahren Sie im >>pdf.
 

WAZ – 03.05.2006

Neue Therapien, Austausch und viel Information

44. Bundestreffen für Bauchspeicheldrüsenoperierte vom 5. bis 7. Mai

Vom 5. bis 7. Mai findet das 44. bundesweite Informationstreffen für Bauchspeicheldrüsen-operierte im RuhrCongress Bochum statt. Der bereits 1976 von Betroffenen gegründete Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) lädt in Zusammenarbeit mit dem Bauchspeicheldrüsenzentrum des St. Josef-Hospitals nicht nur Patienten, sondern auch Angehörige und Mediziner ein. "Bis jetzt haben sich 350 Teilnehmer angemeldet, wir erwarten aber bis zu 450 Interessierte", sagt AdP-Vorstandsmitglied Udo Hemmers. Bauchspeicheldrüsen-Krebs ist in den letzten Jahren die vierthäufigste Krebstodesursache in den Industrieländern geworden. "Das liegt zum einen an der verbesserten Diagnostik und der gestiegenen Lebenserwartung, aber vor allem an unserem Lifestyle", sagt Prof. Dr. Waldemar Uhl, ärztlicher Direktor des Pankreaszentrums Bochum. Denn starker Alkohol- und Zigarettengenuß sowie üppiges Essen schaden der "Schaltstelle der Verdauung".

Wurde die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Entzündung oder eines Tumors entfernt, muss der Patient mit vielen negativen Folgen rechnen: "Man ist einfach nicht mehr so leistungsfähig wie zuvor", sagt der AdP-Vertreter und ehemalige Bergmann Udo Hemmers, der 1996 an der Pankreas operiert wurde und seitdem arbeitsunfähig ist. "Zum Essen muss ich die fehlenden Verdauungsenzyme als Tabletten einnehmen und eine Insulinpumpe habe ich auch." Neben den körperlichen Einschränkungen hatte Hemmers auch Probleme ganz anderer Art: "Meine Rentenansprüche konnte ich erst drei Jahre nach der Erkrankung vor dem Sozialgericht geltend machen und eine Kur wurde mir nicht genehmigt, da ich ja eh nicht mehr ins Berufsleben zurück kann".

Alle diese Probleme werden auch auf dem Informationstreffen der AdP diskutiert. Es geht nicht nur um die obligatorische Vorstellung neuer Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Neben der Nachbehandlung der Patienten im Bereich Ernährung, Reha sowie Schmerztherapie werden auch Rentenfragen und die Auswirkungen der Psyche auf Geschwülste Themen sein. Info: www.pankreaszentrum.de, Tel: 509 2211.

 

 

Immer am Puls, Ausgabe 8 2004
Kompetenz-Team am St. Josef-Hospital nimmt Pankreas-OP den Schrecken

Seit Januar 2004 arbeitet am St. Josef-Hospital Universitätsklinikum-Bochum ein Zentrum für Bauchspeicheldrüsen- oder Pankreaserkrankungen von europäischem Rang. Mehr als 100 Patienten wurden auf der Basis eines gemeinsamen Diagnostik- und Therapie-Konzepts von Gastroenterologie und Chirurgie bereits behandelt, über 40 Patienten zwischen 10 und 82 Jahren unterzogen sich einer Operation am Pankreas. Dabei traten kaum Komplikationen auf, kein Patient ist nach der OP verstorben. Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team, - von dem Magen-Darm-Spezialisten Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar 2004 die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat. Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Erkrankungen ist aber steigend, was auf den veränderten Lebensstil der Bevölkerung - üppiges Essen, Alkohol, Nikotin - zurückzuführen ist. Operative Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse sind komplex und schwierig. Noch vor 20 Jahren war die Pankreaschirurgie für betroffene Patienten eine sehr gefährliche Angelegenheit. Damals hat man - wann immer möglich - lieber gar keine Operation an diesem Organ durchgeführt. Die Zeiten habe sich zum Wohle der Patienten geändert. Die Professoren Schmidt und Uhl setzen gezielt auf abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Sie bündelten Gastroenterologie und Chirurgie mit der Radiologie, der Strahlentherapie der Kinderklinik, der Anästhesiologie der Gefäßchirurgie und der Kardiologie. Im Zentrum der Aktivitäten steht wegen seiner außergewöhnlich großen Erfahrung bei der Behandlung und Operation von Pankreasbeschwerden der neue Chefchirurg Prof. Dr. Waldemar Uhl, der während seiner Arbeit in Ulm, Bern und Heidelberg an mehr als 2.500 Patienten Expertise in der Behandlung von Pankreaserkrankungen gewinnen konnte. 350 Publikationen zum Thema Pankreas, darunter internationale Standardwerke, stammen aus seiner Feder. Hoffnung schöpfen können Eltern von Kindern mit Pankreaserkrankungen.
Der jüngste Pantient, den Prof. Uhl jemals an der Bauchspeicheldrüse operierte, war ganze sechs Jahre jung. Gerade erst konnte ein 10jähriger bereits eine Woche nach einer großen Pankreas-OP die Bochumer Klinik wieder verlassen. "Das ist wirklich sensationell", sagt die Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury, Gastroenterologin für Kinder und Jugendliche in der Universitätsklinik. Die kleinen Patienten profitieren von der engagierten Zusammenarbeit über Klinikgrenzen hinweg: Der Pankreas-Eingriff vollzieht sich in der Chirurgie des St. Josef-Hopsitals, gesund werden die Kleinen auf den Stationen der Universitätskinderklinik. Eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht. Die erwachsenen Pankreaspatienten von Prof. Uhl und Prof. Schmidt werden auf der neuen Interdisziplinären Bauchstation des Universitätsklinikums betreut, die seit April 2004 in Betrieb ist. Dort arbeiten nicht nur Pflegekräfte aus der inneren und der chirurgischen Abteilung, sondern auch zwei Oberärzte und vier Assistenzärzte. Geschaffen wurde diese 20-Betten-Station zur Behandlung von Patienten mit Baucherkrankungen auf der Basis eines gemeinsamen Diagnostik- und Therapiekonzeptes. Besonders wichtig ist dem neuen Pankreas-Zentrum die Zusammenarbeit mit der Patientenselbsthilfegruppe, dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP). Prof. Dr. Waldemar Uhl: "Drei von vier Patienten kommen auf Empfehlung des AdP zu uns." Aus diesem Grunde wird im Januar 2005 am St. Josef-Hospital das Regionaltreffen des AdP für Pankreaspatienten aus NRW stattfinden. Für Mai 2006 ist das Bundestreffen in Bochum in Planung.

 
Weiterbildungszentrum für pädiatrische Gastroenterologie
2004 erhielt die Universitäts-Kinderklinik Bochum die Zertifizierung als Weiterbildungszentrum für Pädiatrische Gastroenterologie. Leiterin des Zentrum ist Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury.

Pankreaszentrum hilft auch Kindern

Kinder mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind in Bochum außergwöhnlich gut aufgehoben. Gerade erst konnte ein 10jähriger bereits eine Woche nach einer großen Pankreas-OP die Bochumer Klinik wieder verlassen. Die kleinen Patienten profitieren von der Zusammenarbeit der Pädriatrischen Gastroenterologen über Klinikgrenzen hinweg: Der Pankreas-Eingriff vollzieht sich in der Chirurgie des St. Josef-Hospitals unter der Leitung des international renommierten Pankreas-Chirurgen Prof. Dr. Waldemar Uhl. Intensivmedizinisch betreut werden die jungen Patienten auf der interdisziplinären Bauchstation unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schmidt und Prof. Uhl. Un ganz gesund werden sie auf den familienfreundlichen Stationen der Universitätskinderklinik, - eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht.

 

Ruhrnachriten Nr. 163 29. Woche
Hoffnung für Pankreas-Erkrankte
Neues Zentrum am St. Josef-Hospital

Die Eltern von Kindern mit Pankreaserkrankungen können Hoffnung schöpfen: Sie sind in Bochum besonders gut aufgehoben. Gerade erst konnte der zehnjährige Maximilian Stewen aus Castrop-Rauxel bereits gut eine Woche nach einer großen Pankreas-Operation die Bochumer Klinik wieder verlassen. "Das ist sensationell", sagt die Privatdozentin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury, Gastroenterologin für Kinder- und Jugendliche in der Universitätsklinik. "Der Pankreas-Eingriff vollzog sich in der Chirurgie am St. Josef-Hospital, gesund wurde der Junge auf der Station der Universitätskinderklinik. Eine glückliche Kombination, die in NRW ihresgleichen sucht."
Zu den über 40 Patienten, die seit Januar 2004 im Interdisziplinären Bauchspeichelzentrum des St. Josef-Hospitals operiert wurden, gehört auch die Bochumerin Irmgard Macht (82). "Bei mir war ein Blutwert nicht in Ordnung", berichtet die älteste Patientin. Prof. Dr. Waldemar Uhl, Chefarzt der Chirurgischen Universitätsklinik, konnte ihr durch eine erfolgreiche Operation helfen.

 

Geleitet wird das Pankreaszentrum im Team - von dem Magen-Darm-Spezialisten Prof. Dr. Wolfgang E. Schmidt, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und dem neuen Chefchirurgen und Pankreasspezialisten Prof. Dr. Waldemar Uhl, der im Januar die Nachfolge von Prof. Dr. Volker Zumtobel antrat.
Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind eher selten. Die Wissenschaft rechnet mit 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Besonders wichtig ist dem neuen Pankreas-Zentrum die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe, dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten. Organisiert haben sich darin bundesweit rund 1100 Mitglieder. 40 Kontaktstellen in ganz Deutschland beraten betroffene Patienten bei der Auswahl der behandelnden Ärzte und der Kliniken für eine Operation. Alle Kontaktstellen in NRW raten zu einem Besuch in Bochum.

Volker Stemmann
 

WAZ Donnerstag 15. Juli 2004
Neues Zentrum für Bauchweh
Hilfe bei kranken Bauchspeicheldrüsen im St. Josef-Hospital
Der 10-jährige Maximilian hatte unerträgliche Bauchschmerzen: Steine in der Bauchspeicheldrüse. "Medikamente halfen nicht mehr", erzählte die Mutter im neu gegründeten "Bauchzentrum" im St. Josef-Hospital. Hier half man dem Jungen.

"Noch vor 20 Jahren bargen solche Operationen ein hohes tödliches Risiko", erklärte Chefarzt Prof. Waldemar Uhl.
Es gibt drei Arten der Erkrankung: Entzündungen, chronische Entzündungen (so bei Maximilian) und Tumore. "70 bis 80 Prozent der Krebspatienten müssten nicht sterben, kämen sie früher", bedauerte Uhl. "Von den 61 Prozent mit bösartigen Tumoren können wir hier zwei Drittel operieren", so der Arzt.
Seit Januar leitet er das Zentrum für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen mit Prof. Wolfgang E. Schmidt. Abteilungsübergreifend arbeiten Fachärzte zusammen. So betreute die Kinderklinik Maximilian nach der OP im Bauchzentrum weiter: "Da ist die Versorgung viel spezifischer", erklärt Diagnosespezialist Schmidt.
Eine Zusammenarbeit sei auch wegen der schwierigen Erkennung notwendig. "Patienten klagen oft über unklare Bauch- oder Rückenschmerzen", weiß Schmidt. Auch Diabetes könne ein Warnsignal sein. Auslöser seien oft zu fette Mahlzeiten und ungesunder Lebenswandel.
Durch die Diagnose entscheiden die Spezialisten über die richtige Behandlung. "Auch eine Medikamententherapie kann richtig sein", erklärt Schmidt. Über 40 Patienten operierten Uhl und sein Team seit Januar 2004. Wie die 82-Jährige Irmgart Macht aus Grumme. Genüsslich beißt sie in ein Brötchen. "Ich bin schmerzfrei", freut sich die muntere Seniorin.
Erkrankte aus Bulgarien und Österreich holen sich Rat in Bochum. Viele kommen auf Empfehlung der Selbsthilfegruppe "Arbeitskreis der Pankreatektomierten" (AdP). Jöko

 
 

Westfälische Rundschau 15.7.2004
Koliken: Hilfe fand Maximilian im Pankreas-Zentrum Bochum
Bochum. Maximilian ist erst zehn, aber er hat bereits die Hölle hinter sich. "Monatelang quälten ihn Koliken bis in den Schockzustand hinein. Er hat unendlich gelitten", sagt seine Mutter, Ursula Stewen. Dass der Junge wieder ein normales Leben führen kann, verdankt er Prof. Dr. Waldemar Uhl und dem neuen Bochumer Pankreas-Zentrum.

Maximilian aus Castrop-Rauxel war gestern eine der Hauptpersonen im St. Josef-Hospital. Noch blass um die Nase und als Mittelpunkt einer Pressekonferenz aufgeregt, wartete er auf den Mediziner, der ihn von seinem Leiden erlöst hatte: Professor Uhl stand noch im Operationssaal - ein dringender Fall. Der Patienten-Strom schwoll an, seit Uhl Anfang des Jahres aus Heidelberg ans St. Josef-Hospital kam. Der Pankreas-Spezialist hat innerhalb von kurzer Zeit mit dem Magen-Darm-Experten Prof. Dr. Wolfang E. Schmidt ein interdisziplinäres Buchsepicheldrüsen-Zentrum von Rang aus dem Boden gestampft. Uhl operierte, und das ist ungewöhnlich für Kinder, auch Maximilian an der chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse.
Das Organ liegt ziemlich verborgen im Bauch, ist 90 Gramm schwer und macht den meisten Menschen kaum Beschwerden. Eingriffe sind aber komplex und schwierig, noch vor 20 Jahren galten sie als eine sehr gefährliche Angelegenheit. "Man hat damals lieber gar keine Operation durchgeführt", sagt Uhl. Heute sieht das anders aus. Erkrankungen sind mit 40 Neufällen pro 100 000 Menschen relativ selten, aber sie nehmen zu. "Auch, weil wir sehr gut leben, rauchen und Alkohol trinken", sagt Uhl.
Leitsymptom sind Übelkeit nach Mahlzeiten, fettiger Stuhl, im Spätstadium Gelbsucht und vor allem unklare Schmerzen über längere Zeit im Oberbauch oder im Rücken. "Viele Patienten gehen zunächst zum Orthopäden und haben häufig eine Odyssee hinter sich, wenn sie zu uns kommen", sagt Prof. Schmidt.

Josef-Hospital ein neuer Anlaufpunkt
Dank des neuen Bochumer Zentrums, das Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen bündelt wie eine Lupe das Licht, "finden wir den Urheber von Beschwerden in wenigen Tagen."
Seit Anfang des Jahres operierten Uhl und sein Team 41 Patienten aus ganz Deutschland an akut oder chronisch entzündeten Organen oder mit Pankreastumoren. Im Vorjahr kam man auf fünf Eingriffe. "Am besten aufgehoben sind die Kranken in interdisziplinären Pankreaszentren mit entsprechender Erfahrung", sagt er. Denn hier fänden Patienten die beste konservative Therapie und bei Operationen sichere Eingriffe mit einer niedrigen Komplikationsrate. Ein wichtiger Anlaufpunkt und Drehscheibe für Erkrankte ist dabei die Selbsthilfegruppe der Pankreatektomierten (AdP): "Wir verweisen Betroffene nun nach Bochum", sagt AdP-Sprecher Udo Hemmers.
Maximilian wurde mit heftigen Bauchschmerzen eingeliefert: Steine im Pankreas. Uhl unterzog ihn einer so genannten Whipple-Operation, bei der Pankreas-Kopf, Gallenblase sowie Teile des Magens und des Zwölffingerdarms entfernt werden können. Nur kurze Zeit lag Maximilian auf der Intensivstation der Chirurgie, dann wurde er wieder in die Obhut der Kinderklinik gegeben. Für die Kinder-Gastroenterologin Dr. Anjona Schmidt-Choudhury ist diese enge Zusammenarbeit ein Novum: "Es ist eher selten, dass es so kindgerecht gehen kann."

 
Spezialisten verbessern Chancen für Patienten
Interdisziplinäre Einrichtung arbeitet seit Januar 2004 - Schon über 170 Operationen - Forschung gehört dazu
Von Werner Conrad
Die vorbehandelnden Ärzte hatten den 52-jährigen Mann mit einem bösartigen Tumor in der Bauchspeicheldrüse und Darmverschluss bereits aufgegeben - im Pankreaszentrum am Uni-Klinikum St. Josef hat man nach zwei Operationen im Wettlauf mit dem Tod Zeit gewonnen: Der Patient lebt - fast eineinhalb Jahren nach der düsteren Prognose. Das in dieser Form einmalige Bochumer Spezialistenzentrum besteht seit Januar 2004 - und erfreut sich seitdem ständig zunehmender Resonanz. Das noch recht neue interdisziplinäre Pankreaszentrum im großen Klinikkomplex an der Gudrunstraße baute Prof. Dr. Waldemar Uhl auf, der am 1. Januar 2004 seinen Dienst als Direktor und Chefarzt der Chirurgischen Klinik aufnahm - mit entsprechenden Voraussetzungen natürlich, denn Uhl hatte als Oberarzt in den Berner und Heidelberger Zentren für Pankreatologie wertvolle Erfahrungen gesammelt. Am St. Josef in Bochum hatte man sich im Jahr 2003 für diesen Weg der Spezialisierung entschieden. Und heute ist sich Prof. Dr. Wolfgang Schmidt, Direktor der Medizinischen Klinik I des Uni-Klinikums St. Josef-Hospital, sicher: "Wir haben in Nordrhein-Westfalen zur Zeit kein anderes vergleichbar etabliertes Pankreaszentrum als unseres hier in Bochum."
Mit Professor Schmidt wird zugleich die interdisziplinäre Ausrichtung des Pankreaszentrums deutlich: Der Gastroenterologe und Onkologe arbeitet eng mit dem Chirurgen Professor Uhl zusammen, man trifft sie zusammen bei der Visite auf der gemeinsamen 20-Betten-Bauchstation, die beiden Teams der unterschiedlichen Fachrichtungen kooperieren, die Entscheidungen über Therapien und Eingriffe im Magen-Darm-Bereich werden gemeinsam getroffen. Auch die anderen Spezialisten des Uni-Klinikums stehen zur Verfügung.
Das ist für Waldemar Uhl das Besondere in Bochum, wenn er es mit seinen vorherigen beruflichen Stationen vergleicht: "Hier gibt es eine Maximal-Versorgung, die Wege sind kurz, wir schauen uns den Patienten interdisziplinär an." Vernetzung mit internationalen Instituten ähnlicher Ausrichtung soll den immer aktuellen Forschungsstand garantieren. Ein Zentrum, das sich auf ein Fachgebiet konzentriert, bietet dem Patienten bessere Diagnostik- und Behandlungsmethoden als Krankenhäuser, die auf vielen Gebieten über weniger Erfahrungen verfügen - diesen Grundgedanken zunehmender Zentren-Bildung im Gesundheitswesen belegt Prof. Dr. Waldemar Uhl gern mit konkreten Bochumer Zahlen. Bei den erfassten 160 Operationen von Januar 2004 bis Mai 2005 (bis Ende vergangener Woche waren es bereits 171) lagen die Komplikationsraten extrem niedrig: Pankreas-Fistel 2,5 Prozent (als hinnehmbar akzeptiert sind zehn Prozent), Re-Operationen 2,6 Prozent (allgemeine Rate acht bis 15 Prozent), Letalität (Tod) 1,3 Prozent (Prof. Schmidt: "Die besten Zentren liegen um die drei Prozent"). Professor Uhl verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie aus den USA aus dem Jahr 2002, basierend auf 2,5 Mio. Erkrankungen und Operationen - sie weist bei zwei oder weniger Pankreasoperationen eine OP-Mortalität von 14,6 Prozent, bei 16 Operationen und mehr von 3,8 Prozent aus. Uhl hat noch eine beeindruckende Zahl auf Lager: Beim Pankreaskarzinom ("Der tödlichste Krebs von allen", so Schmidt) leben von 37 000 behandelten Patienten nach einer Untersuchung nur 157 (0,4 %) länger als fünf Jahre - die Pankreaszentren weisen deutlich bessere Daten auf: hier liegt die Quote zwischen 24 und 26 Prozent.
Natürlich wird im Bochumer Pankreaszentrum nicht nur operiert - seit Eröffnung Anfang 2004 wurden hier insgesamt über 700 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen behandelt. Die Nachfrage steigt stetig. Wichtig für das Bochumer Zentrum ist auch die Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation "Arbeitskreis der Pankreatektomierten" (AdP - Internet: www.adp-dormagen.de), die ihr nächstes bundesweites Informationstreffen im Mai 2006 in Bochum durchführen wird. Zu den Aufgaben des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital gehört auch die Forschung.
So ist ein Forschungsprogramm angelaufen, um zusammen mit anderen Zentren in Deutschland neue Therapien und Chemotherapien zu erproben, "auch um die Überlebenszeit nach oben zu bringen", erläutert Professor Schmidt. Er hofft, dass nach den Sommerferien die ersten Patienten mit neuen Chemotherapien behandelt werden können. Insgesamt geht es bei den Forschungen um einen ganzheitlichen Ansatz. Schmidt: "Die Monotherapie ist ein Fehler." Und so zeige sich auch auf diesem Feld, sagt Chirurg Uhl, "wie gut es ist, dass wir gemeinsam zum Wohl der Patienten arbeiten. Nur mit gemeinsamer Arbeit werden wir weiterkommen."
Das ist für die Patienten lebenswichtig, denn der eingangs genannte Fall des 52-Jährigen ist auch für die Experten des Pankreaszentrums ein positives Extrembeispiel - aber Professor Uhl spricht auch allen anderen Erkrankten Mut zu: "Man kann heute schon viel machen." Das Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital ist angetreten, dass es noch viel mehr wird.
Die Bauchspeicheldrüse bzw. das Pankreas liegt versteckt hinter dem Magen und der Wirbelsäule. Die zwischen 80 und 120 g schwere Drüse ist vor allem wichtig für die Verdauung und die Steuerung der Blutzuckerregulation. Die Zahl der Pankreas-erkrankungen nimmt zu. Ursachen: der heutige Lebensstil (Rauchen, Übergewicht, Alkohol), Diagnostikverbesserung. Die drei wesentlichen Erkrankungen: akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronische-entzündung (tritt auch schon bei Kindern auf, kann erblich sein), Pankreastumore. Umfangreiche Informationen, auch für den Laien verständlich erklärt, im Internet unter www.pankreaszentrum.de und www.klinikum-bochum.de
Alle Angaben in den Info-Kästen: Pankreaszentrum St. Josef-Hospital Bochum.

Qualle: WAZ - 25.06.2005 / LOKALAUSGABE / BOCHUM
 





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