Im Rahmen des 53. AdP-Bundestreffen ist in der WAZ Rhein/Ruhr der folgende Artikel am 20.04.2019 erschienen:

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Ein weiterer Beitrag ist am 27.04.2019 in den Ruhr-Nachrichten erschienen:

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Pressemitteilungen zum 53. AdP-Bundestreffen:

3. AdP-Bundestreffen in Bochum vom 03. bis 05.05.2019.

Thema: „Krebs und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse – Quantensprung in der Behandlung“

Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nehmen in den Industrieländern weltweit deutlich zu. Dies liegt zu einem an unserem Lifestyle („gutes und üppiges Essen“, zu viel Fett und Kohlenhydrate, zu wenig Bewegung, Entwicklung einer Fettleibigkeit, sowie Alkohol und Rauchen) und zum anderen an der demographischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen.

Der Bauchspeicheldrüsen-Krebs (Pankreaskarzinom) steht heute in der Krebstodesursachen-Statistik an 4. Stelle und hat den Magenkrebs bereits überholt. In NRW kommt es pro Jahr zu ca. 3.800 Neuerkrankungen (Deutschlandweit sind es 18.000 Betroffene) und die Erkrankungshäufigkeit steigt mit dem Alter, jenseits von 75 Jahren liegt die Erkrankungshäufigkeit bei 100 auf 100.000 Einwohner, so dass aufgrund der Alterspyramide mit immer mehr Betroffenen gerechnet werden muss. In den letzten 10 Jahren wurde eine Zunahme des bösartigen Bauchspeicheltumors um über 40% gesehen und man geht hochrechnerisch davon aus, dass im Jahr 2030 jeder 2. Krebstote an diesem Tumor stirbt – was es zu verhindern gilt.

Galten die Heilungsaussichten bisher als gering, so hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf die Therapie und Aussicht auf das Überleben (Prognose) Einiges getan. Radikale und komplikationsarme Chirurgie war bis 2012 die beste kurative Behandlungsoption bei resektablen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Überlebten vor 20 Jahren weniger als ein Prozent diese heimtückische Erkrankung längerfristig, sind es heute acht bis neun Prozent, in spezialisierten Zentren mit multimodalen Konzepten sogar 15 Prozent. Multimodal heißt, Chemo- und Strahlentherapie werden zur Chirurgie entweder vorgeschaltet und nach der Operation nachgeschaltet. Auch gibt es mittlerweile Hoffnung bei fortgeschrittenen Tumoren, die in der Vergangenheit als lokal nicht entfernbar galten oder bereits gestreut haben (Metastasenbildung), die durch eine Chemotherapie in einen entfernbaren Lokalbefund gebracht werden können.

Die schlechte Prognose des Bauchspeicheldrüsenkrebses hat sich, entgegen den schlechten Internet-Posts, damit in den letzten 5 Jahren deutlich verbessert, es sind Langzeitüberleber (> 5 Jahre) und in Einzelfällen ist sogar eine Heilung möglich, was früher undenkbar war. All dies bedeutet ein Quantensprung in der Behandlung des gefürchteten Bauchspeicheldrüsenkrebses und wir treten in eine neue Ära mit individuellen maßgeschneiderten Therapiekonzepten ein. Neben der Schulmedizin als der Hauptpfeiler in der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs gewinnen komplementärmedizinische Behandlungen an Bedeutung, um den betroffenen Patienten eine unterstützende Therapie und Stabilisierung in der Krankheitsbewältigung anzubieten.

Diese innovativen Therapiekonzepte beim Bauchspeicheldrüsenkrebs lassen sich nur in einem multidisziplinären Zentrum realisieren, in dem professionelle Erfahrung bei Ärzten und Pflegepersonal vorhanden ist. Internisten, Gastroenterologen, Chirurgen, Onkologen, Radiologen und Strahlentherapeuten sowie weitere benachbarte Disziplinen bringen dabei jeweils ihr Expertenwissen für den individuellen Patienten ein. Dies ist wichtig für die richtige Diagnose und Therapie-Entscheidung. Hierbei ist es wichtig, dass sich die Patienten in einem darauf spezialisierten und zertifizierten Pankreaszentren behandeln lassen, zumal gezeigt wurde, dass die Behandlungsqualität in diesen Zentren am besten ist.

Nach den aufwändigen und komplexen operativen Eingriffen waren die Patienten und Angehörigen oft auf sich alleine gestellt, weshalb eine sehr aktive Patientenorganisation, der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) gegründet wurde. Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und Operationen an dieser Drüse führen zu Störungen der Bauchspeicheldrüsenfunktionen (Verdauung und Blutzuckerregulation) und zu operativen weitreichenden Veränderungen mit „neuer Anatomie“ im Körper, die es gilt entsprechend zu behandeln. Zu den Aufgaben des AdP gehören u.a. Information der Patienten und der wichtige Erfahrungsaustausch untereinander. Hierzu werden wichtige Informationen zu allen Bereichen um die Erkrankungen, zu konservativen und operativen Therapie und Sozialgesetzgebung zur Verfügung gestellt und regelmäßige regionale Treffen der AdP-Mitglieder durchgeführt (www.bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de).

Vom 03. - 05. Mai 2019 findet das 53. AdP-Bundestreffen in Bochum statt. Gastgeber neben dem AdP ist das Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital Bochum (www.pankreaszentrum.de). Dieses bundesweite Treffen wird alle 2 Jahre in Deutschland durchgeführt.

Nach Herbert Grönemeyer ist Bochum die „Blume im Revier“ und unter diesem Motto haben wir ein ganz besonderes Programm zusammengestellt. Ganz speziell wollen wir uns den aktuellen Fortschritten in der Therapie der Pankreaserkrankungen widmen und haben den Fokus auf die Probleme um die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Ernährung, Verdauung, Diabetes und postoperative Folgezustände) und den Quantensprung in der Krebsbehandlung sowie den neuen Erkenntnissen bei zystischen Tumoren konzentriert.

Insbesondere zystische Pankreastumore werden heute aufgrund der verbesserten Bildgebung immer häufiger diagnostiziert, oft auch zufallsmäßig, und in der Vergangenheit aufgrund der möglichen Entwicklung eines bösartigen Tumors meist eine Operationsempfehlung ausgesprochen. Durch den Erkenntnisgewinn in den letzten Jahren wissen wir aber jetzt, welche zystische Pankreastumore beobachtet werden können, welche eine Gefahr darstellen und operiert werden müssen. Angesichts der komplexen und auch gefährlichen Bauchspeicheldrüsen-Operationen bringt dies mehr Sicherheit für die Betroffenen, denn Operationen an diesem Organ sind komplex und gefährlich.

Für den Haupttag des bundesweiten AdP-Treffens am Samstag, den 04. Mai 2019, haben wir für das Programm ausgewiesene Experten aus dem wissenschaftlichen Beirat des AdP für die Referate in den RuhrCongress Bochum ab 9:00 Uhr eingeladen und hoffen nach den Vorträgen auf eine rege Diskussion mit Ihnen, die in den nachmittäglichen Gesprächsgruppen vertieft werden kann. Vor der Mittagspause wollen wir gemeinsam eine kleine sportliche Einlage durchführen, denn Sport ist eine gute Möglichkeit, die individuelle Fitness zu steigern und hat insbesondere eine positive Wirkung als komplementärmedizinische Eigenmaßnahme bei bösartigen Tumoren. Wem das nicht genug ist, kann sich am Sonntag der Nordic Walking-Gruppe durch den Bochumer Stadtpark anschließen. Den Abschluss bildet die Maly-Gruppenmeditation in der Kirche des St. Josef-Hospitals Bochum mit Herrn Wolfgang Maly.

Während der Hauptveranstaltung berichtet ein Patient über seinen Bauchspeicheldrüsenkrebs, den er erfolgreich besiegt hat. Dies ist der Auftakt zu einer „Mutmacher-Aktion“. Im Foyer des RuhrCongress Bochum wird an diesem Tag ein überdimensionales und begehbares Modell der Bauchspeicheldrüse stehen. Geplant an diesem Modell ist ein Gruppenfoto mit Patienten, die bereits über 5 Jahre den bösartigen Tumor überstanden haben.

Seit Gründung des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital Bochum im Januar 2004 werden interdisziplinär jährlich über 1000 Patienten mit unterschiedlichen Pankreaserkrankungen in unserem Zentrum behandelt und bei über 320 Patienten erfolgt eine Bauchspeicheldrüsen-Operation.

Betroffene und deren Angehörigen, Ärzte, Pflegepersonen sowie medizinisch Interessierte sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Das Programm kann über die oben genannten Internetseiten herunter geladen werden. Für die Verpflegung wird eine geringe Tagungspauschale erhoben und ist dem Veranstaltungsflyer zu entnehmen. Die Teilnehmerzahl aus dem gesamten Bundesgebiet wird sich auf über 450 Patienten, Angehörigen, Industrieausstellern und Ärzten belaufen. Für teilnehmende Ärzte besteht die Möglichkeit des Erwerbs von 7 Weiterbildungs-punkten.

Prof. Dr. med. Waldemar Uhl                                                                    Herr Lutz Otto

Leiter des Pankreaszentrums am St. Josef-Hospital                                                                   Vorsitzender des Vorstandes des AdP

Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

>> Pressemitteilung 1 als PDF hier abrufbar

>> Pressemitteilung 2 als PDF hier abrufbar

 
 
AdP-Bundestreffen 03.-05. Mai 2019

Einladung und Grußwort

Liebe AdP-Mitglieder, liebe Patienten, Angehörige, Bauchspeicheldrüsen-Interessierte, Kolleginnen und Kollegen,

 

der Arbeitskreis der Bauchspeicheldrüsenerkrankten (AdP) und das Pankreaszentrum St. Josef-Hospital laden Sie ganz herzlich zum 53. AdP-Bundestreffen nach Bochum ein. Nach Herbert Grönemeyer ist Bochum die „Blume im Revier“ und unter diesem Motto haben wir ein ganz besonderes Programm für Sie zusammengestellt. Ganz speziell wollen wir uns den Fortschritten in der Therapie der Pankreaserkrankungen widmen und haben den Fokus auf die Probleme um die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Ernährung, Verdauung, Diabetes und postoperative Folgezustände) und den Quantensprung in der Krebsbehandlung sowie den neuen Erkenntnissen bei zystischen Tumoren konzentriert.

 

Traditionell wollen wir bereits am Vortag zur Hauptveranstaltung am Nachmittag nach der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates die Mitgliederversammlung durchführen, bei der sich die neuen Mitglieder vorstellen können.

 

Für den wissenschaftlichen Teil am Samstag haben wir für das Programm ausgewiesene Experten für die einzelnen Referate eingeladen und hoffen nach den Vorträgen auf eine rege Diskussion mit Ihnen, die in den nachmittäglichen Gesprächsgruppen vertieft werden können. Vor der Mittagspause wollen wir gemeinsam eine kleine sportliche Einlage durchführen, denn Sport ist eine gute Möglichkeit die individuelle Fitness zu steigern und hat insbesondere eine positive Wirkung als komplementärmedizinische Eigenmaßnahme bei bösartigen Tumoren. Wem das nicht genug ist, kann sich am Sonntag der Nordic Walking-Gruppe durch den Bochumer Park anschließen. Den Abschluss bildet die Maly-Gruppenmeditation in der Kirche des St. Josef-Hospitals Bochum mit Herrn Wolfgang Maly.

 

Wir freuen uns, Sie in Bochum begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen bis dahin alles Gute und ein herzliches „Glück auf“.

 

Herr Lutz Otto, Magdeburg, AdP Vorsitzender

Prof. Dr. med. Waldemar Uhl, Pankreaszentrum am St.-Josef-Hospital Bochum

> Endgültiges Programm als pdf hier abrufbar

> Anmeldungen über Bundesgeschäftsstelle des AdP per Fax, Email oder Einsendung ab sofort möglich mit diesem Anmeldeformular - auf Klick hier abrufbar.

 

Zwei ganz große Bitten:

1. Falls Sie Fragen für die Gesprächsgruppen haben, können Sie diese mit dem Anmeldeformular einreichen.

2. Um Patienten, die jüngst an einem bösartigen Bauchspeicheldrüsentumor erkrankt sind, Mut zu machen, haben wir vor, dass sich Patienten die ebenso vor mehr als 5 Jahren von dieser Erkrankung betroffen wurden, sich zu einem Gruppenfoto zur Verfügung stellen.

Bitte unterstützen Sie diese wichtige Mutmacher-Aktion und melden Sie sich im Vorfeld entweder bei Herrn Otto oder Prof. Uhl an.

 

Im aktuellen Jahresmagazin 2019 des Katholischen Klinikums Bochum können Sie sich über die neuesten Entwicklungen unseres Klinikums informieren.

In dieser Ausgabe finden Sie auch 3 Beträge, davon 2 zum Thema Pankreaskarzinom, die unsere Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie betreffen:

1. "Der Chirurg braucht viele Mithelfer" ein Interview mit Prof. Dr. Waldemar Uhl.

2. "Ein neues Leben hat längst begonnen" Herr Rolf Zimmermann berichtet über sich selbst, bei dem vor 11 Jahren bei uns ein in die Leber gestreuter Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgreich operiert und multimodal behandelt wurde. Er kann nach dieser Zeit als geheilt beurteilt werden. Dies soll anderen betroffenen Patienten MUT machen - eine Heilung beim Pankreaskarzinom ist heute möglich.

3. Für proktologische Erkrankungen wurde erfolgreich die minimal-invasive Lasertechnologie in unserer Klinik etabliert. Inwieweit das auf andere Erkrankungen übertragbar ist, wird derzeit untersucht.

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